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Schmeheim

Köhler, Erhard: Ortsfamilienbuch Gemeinde Schmeheim, Kleiner Thüringer Wald. Schmeheim 2006, 2644 Familien, 234 Seiten, 30 x 21,5 cm, Festeinband, Selbstverlag des Verfassers: Erhard Köhler, Am Wasser 4, 98530 Schmeheim.

Von Beginn an waren es nicht nur Pfarrer, sondern auch einzelne Bauern, die für ihr Heimatdorf ein Ortsfamilienbuch anlegten, so Friedrich Schrienert für Ditfurt schon 1908. Daß es auch heute noch heimatverbundene Bauern gibt, die sich einem derartigen Vorhaben mit aller Kraft widmen, beweist Erhard Köhler. Nachdem er sich bereits mit einem sehr beachtenswerten Buch über die hennebergische Mundart am Kleinen Thüringer Wald Heimatgegend verdient gemacht (336 Seiten, EUR 20.00), war es ein logischer Schritt, an das Verfassen eines Ortsfamilienbuches zu denken. Vorbildlich dabei sein Herangehen und die Planung seines Vorhabens: Sein erster Weg – noch vor Beginn der Datenerhebung - führte ihn nach Leipzig in die Deutsche Zentralstelle für Genealogie, wo er sich beraten ließ und vorbildliche Ortsfamilienbücher anschaute. Dann folgten die vorbereitenden Gespräche am Ort, mit dem zuständigen Pfarrer in Marisfeld und den Gemeinderatsmitgliedern sowie die Sichtung der Archivalien im Gemeindearchiv, im Kreisarchiv Hildburghausen und im zuständigen Staatsarchiv Meiningen. Nachdem ein geeignetes Datenverarbeitungsprogramm ausgewählt (siehe Wikipedia: Ortsfamilienbuch) und installiert worden war, konnte die eigentliche Arbeit beginnen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und ist ein außerordentlich wertvoller Beitrag für eine Gegend, für die gedruckt vorher nur das Dorfsippenbuch von Neuhof aus dem Jahre 1938 vorlag.

Daß der Verfasser als Ortsansässiger das volle Vertrauen des Dorfes genießt, kam der Arbeit sehr zustatten. Im Anhang findet man u. a. die Listen der Pfarrer von Marisfeld und Oberstadt (wohin Schmeheim bis 1895 gepfarrt war), der Lehrer und Schultheißen in Schmeheim und der Gefallenen in den Weltkriegen. Die Häuser des Dorfes werden nach ihrem Baujahr und dem Erbauer aufgelistet. Register der Berufe und ein Ortsregister (leider aber ohne Familiennummer) schließen die zur Nachahmung empfohlene Arbeit ab.

Der häufigste Familienname im Dorf ist Geißenhöner, die Heiratsbeziehungen reichen vor allem nach Dietzhausen, Dillstädt, Marisfeld, Oberstadt und Suhl.

Volkmar Weiss, in Familie und Geschichte 16. Jahrgang, 2007, S. 94-95.

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