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Markersbach

Jäger, Sabine, Grams, Kerstin und Nestler, Waldus: Familienbuch für die Kirchgemeinde Markersbach im sächsischen Erzgebirge 1547-1740. Plaidt: Cardamina Verlag 2010 (= Reprint: Schriften der Deutschen Zentralstelle für Genealogie in Leipzig 2, Hrsg. Volkmar Weiss), ISBN 978-3-938649-82-4, 386 S., 2845 Familien, 30 x 21,5 cm, Festeinband, 30,00 Euro

Das 1997 nur in niedriger Auflage gedruckte Ortsfamilienbuch war schon seit Jahren vergriffen und zur bibliophilen Rarität geworden. Gesucht, weil es sich bei Markersbach um eine große Kirchgemeinde handelt, deren Kirchenbücher weit zurückreichen, so daß jeder, dessen Vorfahren sich im West-Erzgebirge konzentrieren, damit rechnen kann, daß er auch in Markersbach fündig wird. Wenn man heute Reisekosten, Gebühren und vielleicht Übernachtungskosten für eine Direktbenutzung der Kirchenbücher in Markersbach dem Preis dieses Ortsfamilienbuches gegenüberstellt, dann kann man nur die Empfehlung wiederholen, alle Ortsfamilienbücher seines Forschungsgebietes zu kaufen und zu sammeln.

Dem Cardamina-Verlag ist es gelungen, Preis und Ausstattung der Bücher in ein so günstiges Verhältnis zu bringen, wie man es sich vor 15 Jahren noch gar nicht vorstellen konnte. Für Sachsen hat der Verlag, der sich mit seinem für Verfasser und Herausgeber attraktivem Angebot und effektiver Arbeitsweise deutschlandweit zum Markführer für Ortsfamilienbücher entwickelt, bisher die OFB Mülsen, Dorfhain, Oberwiesa und jetzt Markersbach im Angebot.

In der Leipziger Zentralstelle befand sich im Nachlaß des erfahrenen Familiengeschichtsforschers Waldus Nestler eine vor 1950 entstandene Familienkartei für den Zeitraum 1547 bis 1694, für die Nestler auch die Gerichtshandelsbücher ausgewertet hatte. Diese Angaben wurden von Sabine Jäger und Kerstin Grams nochmals überprüft und auf der Grundlage der Original-Kirchenbücher bis 1740 erweitert. Beim Rezensenten (und hier auch Herausgeber) hat sich bisher noch niemand gemeldet, der auf tatsächliche oder vermutete Fehler in diesem Band hingewiesen hat. Das ist keine Selbstverständlichkeit, sind doch ein Herausgeber oder gar der Verleger zeitlich außerstande, die Daten selbst noch einmal alle zu überprüfen, und man muß sich da auf die Bearbeiter und deren Kontroll-Arbeitsgänge verlassen können. Die sorgfältige Bearbeitung der Register im OFB Markerbach diente dann als Vorbild für weitere Bände der Schriftenreihe und darüber hinaus.

Die Kirchgemeinde Markersbach umfaßte die Orte Mittweida, Markersbach, Unterscheibe und Schwarzbach. Schwarzbach wurde 1837 eine selbständige Kirchgemeinde. Das OFB Schwarzbach für den Zeitraum 1540-1838 wurde deshalb von Anfang an ausgegliedert und ist als selbständiger Band 1 der Reihe erschienen. Restexemplare können noch beim Herausgeber bestellt werden.

Volkmar Weiss, in Familie und Geschichte 20. Jahrgang, 2011, S. 239

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