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Auch die CD-ROM des OFB Kirchspiel Barßel, umfassend die Dörfer Barßel, Roggenberg mit Osterhausen, Lohe und Harkebrügge, das zwischen Bad Zwischenahn und Leer auf halbem Wege zwischen Aue und Soeste in der Leda-Hunte-Niederung liegt, umgeben von Mooren liegt, ist ab Windows 95 und höher benutzbar, ein Acrobat Reader wird mitgeliefert. Sie öffnet sich mit einem hübschen Bild und komfortablen weiterführenden Buttons von selbst. Die Ladefähigkeit ist vom Prozessor des Benutzers abhängig. Sie kann bei 200 MHz mehrere Minuten dauern, weil in die CD-Version des OFB über 8000 Hyperlinks eingebaut sind (zwischen Eltern und Kinder-Nummern, zwischen Ortsregisterzahlen und den entsprechenden Seiten, zwischen Personen in Listen oder dem Einleitungstext und den Personalblättern usw.). „... bitte anfangs Geduld ... aufbringen. Nach dem Laden der Datei stehen dann alle Hyperlinks für das schnelle Arbeiten zur Verfuegung“. Und wahrhaftig, die Geduld lohnt sich. Der Rezensent hat bisher kaum eine besser strukturierte OFB-CD-ROM kennen gelernt. Das eigentliche OFB ist in den Varianten „Screen“, „DIN-A4“ und „Druck“ zum Lesen am Bildschirm und zum Ausdrucken vorhanden (doch Vorsicht, es sind fast 4000 Seiten). Als Dreingabe findet sich auch ein virtueller Gang durch die Ausstellung „75 Jahre Oldenburgische Gesellschaft für Familienkunde 1927-2002“. Allein diese sehr gut als Vorbild für ähnliche Ausstellung dienende Dokumentation lohnt die Anschaffung der CD.
Mit der CD-ROM wurden die Möglichkeiten des „unbegrenzten Platzes“ bestens genutzt. Es ist daher nötig das Inhaltsverzeichnis wiederzugeben, enthält die CD-ROM doch nicht nur das OFB, sondern auch eine Ortsgeschichte und wertvolle Quelleneditionen: historische Karten, Personenschatzregister des Amtes Cloppenburg 1473, Viehschatzregister des Kirchspiels Barßel 1534, Landschatzung des Amtes Cloppenburg vom Oktober 1535, Feuerstättenregister des Amtes Cloppenburg ca. 1535, Türkensteuer 1544, Personenschatzung des Amtes Cloppenburg 1549, Willkommsteuer 1568, Kirchspielschatzung des Kirchspiels Barßel 1578, Haus- und Personenschatzung 1606, Kirchspielschatzung 1630, Personenschatzung 1660 und 1665, Viehbestandsregister 1674, Seelenverzeichnisse 1713, 1749 und 1771, Pesttotenliste 1665. Besondere Auflistungen umfassen die Altenayther Familien Barßelermoor und die Seeleute und Schiffer, die vor 1900 ertrunken oder verunglückt sind. Da Barßel über das Tief Zugang zur Ems- und Seeschifffahrt und einen eigenen Hafen hatte, sind im 19. Jahrhundert zahlreiche Muttschiffe, Tjalken, See- und Flußschiffe vorhanden.
Lupold von Lehsten, in: Archiv für Familiengeschichtsforschung Bd. 8, 2004, S. 314.